Haushaltsverabschiedung der Stadt Lauf
Der Stadtrat hat Ende Januar einen Sparhaushalt 2026 beschlossen, den unser Kämmerer mit viel Mühe erstellt hat. Für die FDP habe ich zugestimmt, weil ich keine wesentliche Alternative zum Ausgleich außer dem Zugriff auf die Rücklagen und eine Darlehensaufnahme sehe.
Zum Kernhaushalt: Der erneute Anstieg der Personalkosten um rund 700.000 € auf 22,2 Mio. € bleibt für uns ein Thema. Vieles davon ist tariflicher Natur und benötigt nicht zuletzt verstärkte Digitalisierung und Stellen-Optimierung. Deutlich schwerwiegender: Die Kreisumlage. Sie liegt mittlerweile bei rund 21,1 Mio. €, das sind 2,2 Mio. € mehr als 2025. Und das, obwohl auch 2026 der Bezirk Mittelfranken die Zuschüsse des Freistaats an die Bezirke vollständig an Landkreise und kreisfreie Städte weitergereicht hat!
Eine Entschuldung rückt leider in weitere Ferne. Der Finanzplan zeigt: Der finanzielle Druck hält an. Die Rücklagen werden im übernächsten Jahr aufgebraucht sein. Eine weitere Verschuldung ist keine Alternative. Der Auftrag an externe Berater zur Analyse der Organisationsstruktur im Rathaus über 80.000 € kann nur einer von vielen notwendigen Schritten für eine Modernisierung der Verwaltung ein.
Rund 12 Mio. € werden investiert – vor allem in Schulen, Kitas und Infrastruktur. Das ist unverzichtbar. Aber Investieren bei begrenzten Mitteln heißt auch: Priorisieren.
Noch ein kurzer Blick auf die Einnahmenseite: Die prognostizierten 19 Mio. € Gewerbesteuer zeigen: Unser lokaler Mittelstand ist stark und trägt wesentlich zur finanziellen Stabilität unserer Stadt bei – und das in einem alles andere als einfachen konjunkturellen Umfeld.
Wir sind in der Verantwortung, die nötigen Vorgaben zu treffen, die auf die kommenden Haushalte gerichtet sind. Dazu muss die Verwaltung mit den Ausschüssen des Stadtrates in enger Zusammenarbeit Maßgaben erarbeiten, die Freiräume für die unverzichtbaren Investitionen schaffen. Organisatorische Potenziale müssen durch strukturelle Umschichtung und Digitalisierung gehoben werden. Projektgruppen aus der Verwaltung und den im März neu gewählten Gremien müssen Vorschläge, die aus dem Kreis der Fachabteilungsleiter kommen sollten, beraten. Hier steht insbesondere der Erste Bürgermeister in der Verantwortung – ganz unabhängig davon, wer dies ab dem 1. Mai 2026 sein wird.